Die Große Plage

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Es war einmal eine kleine Stadt, in der hätte man ohne Probleme leben können, wenn es nicht diese entsetzliche Plage gegen hätte.....

So beginnt das Theaterstück, das die Klasse 7f den Eltern und dann dem ganzen 5. Jahrgang in der Aula vor den Herbstferien vorstellte.

Die Plage sind nicht Ratten, wie im „Rattenfänger von Hameln“ oder Ungeziefer anderer Art, sondern nach dem Eindruck der Eltern die eigenen Kinder. Es geht um Grenzen und Konsequenz im eigenen Handeln – doch die Eltern sehen zuerst als Lösung nur das Entfernen der Kinder. Als die Kinder aber weg sind – sie folgen freiwillig dem Kinderfänger, der ihnen Ruhm und Spaß in der Film- und Musikwelt verspricht – und die Bürgermeisterin die Kinderlosigkeit der Stadt nutzt, um eine gigantöse Bautätigkeit in Gang zu setzen, werden die Kinder sehr schnell sehr vermisst – es zeigt sich im Verhalten der Eltern, die nach Teddy, dem Breichen, dem Schnuller verlangen und auf dem Spielteppich und im Sandkasten spielen – den Höhepunkt bildet ein Bobbycar-Rennen.

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Sie demonstrieren für die Rückholung der Kinder, wie sie zuvor gegen ihre eigenen Kinder protestiert haben, und lehnen das Angebot der Stadtverwaltung von Puppen, Stofftieren und Pflanzen als pflegeleichten Ersatz für die Kinder ab. Der Kinderfänger macht ihnen klar, dass nur eine kinderfreundliche Stadt ein Wiedersehen feiern kann und Eltern Zeit, Freundlichkeit, Interesse aufbringen müssen, nicht Geld, Spielzeug und Vergnügen jeder Art zu jeder Zeit, aber auch Regeln und Konsequenz beim Handeln zeigen müssen, wenn das Zusammenleben funktionieren soll.

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Ein sehr aktuelles Thema in der heutigen Zeit, wo es oft um kleine Prinzen und Prinzessinnen und Stars (siehe Geburtsanzeigen) geht – in einem Theaterstück, welches als Grundgerüst existiert, für das die Schülerinnen und Schüler in der 6. Klasse eigene Szenen geschrieben haben. Das Spielen, das Aussuchen der passenden Musik zur Verbindung und Untermalung der einzelnen Szenen, die Gestaltung der Kostüme haben der Klasse so viel Spaß gemacht wie den großen und kleinen Zuschauern – nach langem Üben war die Darbietung sehr professionell, alles ( Vorhang, Musik, Licht, Text)  lief wie am Schnürchen. Die Klasse fragte nach weiteren „Engagements“ und weiteren Inszenierungen – die Lehrerin winkte zuerst einmal ermattet ab.



Besuch beim WDR

Durch den Tipp einer ehemaligen Schülerin, Lisa Weitemeier, die nach dem Studium beim WDR arbeitet und schon zwei „Quarks & Co“ - Sendungen moderiert hat, wurden wir auf eine andere/ weitere Möglichkeit, etwas für die Medienkompetenz zu tun, aufmerksam: Es gibt in Köln ein kleines Studio für Schulklassen, wo in drei Stunden eine Sendung produziert und gefilmt wird – die man dann auf einem Stick mit nach Hause nehmen, aber leider nicht auf der Homepage veröffentlichen darf.
Der Lk Deutsch Q1 beschloss, sich für den ersten Versuch, die Medienkompetenz zu erweitern, zur Verfügung zu stellen. Ein Termin vor Weihnachten bot sich an, da bei der Wahl des Nachmittagstermins ein Besuch des Weihnachtsmarktes in Köln zwecks Stärkung vor Beginn der Arbeit möglich war.

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Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Nach einer Einführung wurden alle Arbeiten verteilt: Moderatorin, Kamerafrau, Tontechnikerin, Regisseurin, Aufnahmeleiterin, Bildmischerin, Nachrichtensprecherin, Wetterfee, Maskenbildnerin etc., jeder bekam vor oder hinter der Kamera eine Aufgabe, die von allen mit Spaß und großem Ernst ausgeführt wurde. Die jungen WDR – Mitarbeiter standen kompetent, geduldig mit Rat und Tat zur Seite.
Die Gruppe war sehr zufrieden mit Generalprobe und Sendung, die jeder als Erinnerung behalten wird – doch auch sehr erstaunt, welche Zeit eine 15- minütige Sendung in der Vorbereitung ( und uns standen gewisse Module, z.B. für die Nachrichten schon fertig zur Verfügung) benötigt – eine Medienkompetenzerweiterung von größeren Ausmaßen als zuvor erwartet. Es gibt eine eindeutige Empfehlung der „Versuchsgruppe“, dieses Angebot regelmäßig wahrzunehmen.

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